Québec – Hauptstadt der Franko-Kanadier, wo ich so gerne lebe!

Das erste Mal, als ich Québec (sprich: kehbäck) im Jahr 2002 besuchte, reiste ich zusammen mit meiner Freundin Marie, einer gebürtigen Franko-Kanadierin in eine Stadt, die mich sofort an Deutschland erinnerte und in der ich mich deshalb gleich heimisch fühlte. Besonders die historische Altstadt von Québec ist hier ganz wie in meinem früheren zuhause, etwa so wie Bremen, Rottenburg ob der Tauber oder auch wie Nürnberg.

Nach einigen weiteren Besuchen habe ich dann die ausgesprochen angenehmen Seiten Kanadas entdeckt und diese lieben gelernt: die nahezu unendlichen Wälder mit unberührter Natur, Begegnungen mit besonders freundlichen Menschen, die lockeren und sehr respektvollen Umgangsformen der Leute hier, den fantastisch heißen Sommer, den schneereichen Winter mit garantiert weißen Weihnachten und die ausgesprochen leckere Küche, bis ich dann im Jahr 2007 mit Marie hierher ausgewandert bin.

Man kann das Selbstverständnis der Québecer Kanadier am besten mit dem der Bayern vergleichen, die in Deutschland ja ebenfalls ein ausgeprägtes Nationalgefühl entwickelt haben und welches in Québec in einem eigenen Nationalfeiertag gipfelt, den es so nur hier gibt. Die Québecer sind jedenfalls sehr stolz auf ihre alles vereinigende gemeinsame Sprache Französisch inmitten einer anglofonen Übermacht des übrigen Kanada und natürlich des direkten und einzigen Nachbarn der Vereinigten Staaten.

Am besten jedoch kann man sich die Menschen und die Kultur Kanadas als eine gelungene Mischung aus indianischer, französischer und amerikanischer Lebensweise vorstellen. Indianisch wegen des Ahornsirups, den Schneeschuhen und des Kanus, welche von diesen erfunden wurde. Französisch auf Grund der fundamentalen Bedeutung eines guten Essens mit einem guten Wein sowie natürlich der Sprache und amerikanisch wegen der traditionellen Häuserbauweise, wegen nahezu allem, was mit Kino zu tun hat und der Automobil-Begeisterung. Diese ist auch dadurch begründet, dass hier die Entfernungen wesentlich größer sind als in „Good Old Germany“. Bedenkt man nur, dass man mit dem Auto eine ganze Woche benötigt, um vom Osten bis zum Westen an die andere Seite ein und desselben Landes zu gelangen.

All das hat mich letztendlich dazu bewogen, nach Kanada zu kommen, komplett auszuwandern und um hier zu leben. Seit dem 13. 3. 2013 – welch’ schönes Datum – bin ich darüber hinaus kanadischer Staatsbürger geworden. Dieses Buch soll nun all denjenigen einen intimeren Einblick – ganz aus meiner persönlichen Perspektive gesehen – in das Leben in Kanada mit all seinen Facetten geben, die entweder mit einer Auswanderung liebäugeln oder die gerne einmal dieses fantastische Land selbst besuchen wollen. Es lohnt sich allemal!

Marc Lautenbacher (Québec / Canada)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s